Was ist eine Moth? |
Die Moth ist die einzige von der IYRU (jetzt ISAF) anerkannte Einhand-Jollen-Konstruktionsklasse. Das bedeutet, in den Grenzmaßen (L= 3.35m, B= 2.25m, S= 8qm) ist (fast) alles bis auf Mehrrumpfkonstruktionen ist erlaubt. Dies hat dazu geführt, daß in der 70-jährigen Geschichte der Klasse fast alles ausprobiert wurde, was schnell macht. Heutzutage ist eine gut gesegelte moderne Moth um's Dreieck mindestens so schnell wie ein 470er (meistens schneller). Gerade bei leichtem bis mittleren Wind ist sie kaum zu schlagen. Gebaut aus Kohle/Schaum-Sandwich sind heute Gesamtgewichte von unter 35 kg (Rumpf + Rigg !) keine Seltenheit. Aber auch Konstruktionen aus Glas und Sperrholz findet man immer noch. Um Moth zu segeln muß man nicht erst ein Boot bauen, es gibt ein reiches Angebot an gebrauchten Booten und auch einige professionelle Bootsbauer, die Motten bauen. Die Konstruktionsfreiheit führt zwar dahin, daß sich die Boote und Riggs ständig weiter entwickeln, das heißt aber nicht, daß man sich jedes Jahr ein neues Boot kaufen muß. Tatsächlich sind auch noch nach 5 Jahren und mehr die meisten Boote konkurenzfähig. Die meisten Entwicklungen sind eher evolutionär als revulotionär.
Die alleroberste Devise bei allem was wir tun:
Gelobt sei was schnell macht,
denn Geschwindigkeit bedeutet Spaß!!!
Die wichtigsten technischen Daten sind (näheres in den Klassenvorschriften)
:
|
Länge: |
max. 3,35 m |
| Breite: | max 2,25 m |
| Wasserlinienbreite: | ca. 0,35 m |
| Gewicht: | keine Begrenzung typisch: 25-40kg |
| Großsegel | max. 8 m² |
| Mannschaft | 1 Segler |
Keine Einschränkungen bei der Rumpfform.
Keine Multihulls, kein Trapez.
Die ersten Motten wurden 1928 in Australien und Amerika gebaut. Durch eine Klassenvorschrift die die Experiementierlust kaum einschränkt, wurde eine kontinuierliche Entwicklung ermöglicht, die zu den Booten geführt hat, wie sie heute gesegelt werden. Seit 1972 hat die Moth den Status einer von der ISAF anerkannten Internationalen Klasse (int.
moth).
Die Moth-Klasse hat sich schon immer durch einen hohen Entwicklungsstand und Innovationsfreude ausgezeichnet. Viele Entwicklungen die heute als heute als allgemeiner Stand der Technik gelten, fanden schon vor vielen Jahren bei den Motten einzug (z.B. Flügel (Ohren) ca. 1970, durchgelatte Segel, etc.). Die letzten Neuerungen waren das T-Foil-Rudder gegen das Nose-Diving, und das Taschensegel mit Camber-Inducern. Gegenwärtig experimentieren einige Leute mit Hydrofoils. Im Gegensatz zu anderen Klassen, werden bei uns einmal gemachte "Entdeckungen" nicht gleich wieder verboten.
Moth's haben den Ruf, durch die extrem schmale Wasserlinienbreite unsegelbar zu sein. Tatsächlich ist die Wasserlinie mittlerweile nur noch 35cm breit, überraschenderweise ist es aber einfacher als es zunächst scheint ein solches Boot zu segeln. Dafür ist eine leicht veränderte Segeltechnik und Training nötig um sich daran zu gewöhnen. Das braucht man aber auch wenn man in andere Skiff-Klassen neu einsteigt...
Auf Fragen zur Moth wollen wir euch gerne Antworten geben -> Siehe DMV.