Vorbemerkungen:

Die Bauweise der bislang vier (bis 2002) gebauten Frizzen basiert auf einer Methode, die Markus Gielen für sein Axeman-Derivat entwickelt hatte: 20mm dicke Hartschaumplatten als Kernmaterial geben genug Flächensteifigkeit, um aufwändigen Formbau
vermieden zu können. Es ergibt sich eine weitgehend beulfreie Schale, wenn die Seitenteile korrekt abgewickelt werden, was zudem Spachtel- und Schleifarbeiten reduziert. Der gesamte Rumpf kann inclusive Cockpit zusammengebaut und anschließend am Stück
laminiert werden, was weitere Bauzeit (und Gewicht) spart und Festigkeit erhöht. Details, wie der Verzicht auf ein Innenlaminat oder ein separates Vordeck ersparen weitere Zeiteinheiten, Gewicht und Kosten. Wenn ein CNC- gefräster Boden (bei mir
erhältlich) verwendet wird, ist eine absolut korrekte sphärische Form erreichbar.

Nachteil der Bauweise ist die durch die geringe Druck- und Scherfestigkeit des Schaums erhöhte Gefahr der Delamination der Außenhaut vom Kern. Außerdem kann ein konventioneller Sandwichrumpf etwa 20 % leichter gebaut werden, was eine
Gesamtgewichtsersparnis von etwa 5% ergibt, allerdings zu erheblich höheren Kosten.

Das Rumpfdesign der Frizz stammt aus dem Jahre 1997. Die guten Segeleigenschaften der Skippy sollten mit denen der Axeman-Derivate verknüpft werden, was ein moderates pintail, Wl-Breite von etwa 350mm und senkrechte Spantseiten ab Mitte Rumpf erforderte.

Da ein T-Flügel-Ruder benutzt werden sollte, wurde die Verdrängung im Bugbereich stark reduziert, was zwar eine größere Konzentration der Verdrängung bedeutete, jedoch zu einem in allen Längstrimms schmalen Wasserlinie und damit wenig Wellenwiderstand
führt. Von der damals gerade vorgestellten Skippy II von Roger Angell wurde das integrierte Vordeck und die leicht oben zusammenlaufenden Vorschiffsspantlinien übernommen.

Das Cockpit wurde auf eine absolut minimale Größe reduziert; Flares existieren nur noch als 20mm-Überstand, um die Tramps unter den Rumpf ziehen zu können. Mast- und Schwertpositon sind moderat vorlich, um Platz im Cockpit zu schaffen.

Das Weltmeisterboot von Mark Thorpe (Hungry Tiger) unterscheidet sich im Unterwasserbereich nur unwesentlich von der Frizz; Die neuen Duvoisin-Modelle sind, da Hungry Tiger-Derivate, ebenfalls sehr ähnlich.

Die erste Frizz wurde im Sommer 1997 gebaut, hatte noch ein Sperrholzvordeck und Flares; sie war vom ersten Tag an voll konkurrenzfähig.

Die Baunummer 2 (1998)war in einigen Dinge modifiziert und wog unter 34 kg.

Die Baunummern 3 und 4 (2001) wogen knapp über 30kg und hatten einige Kinderkrankheit im Festigkeitsbereich dort, wo Leichtbau übertrieben wurde. In der Jahresrangliste 2001 belegten die Frizzen die Plätze 3, 4, 5 und 15.

Bitte Bauanleitung sorgfältig studieren. Bei Problemen bitte umgehend Kontakt mit mir aufnehmen.