Bauplatz:Außer im Hochsommer sollte immer in einem heizbaren Raum gebaut werden. Wenn die Harzhersteller als Mindesttemperatur 20 Grad für 20 Stunden angeben, dann meinen die das so und nicht 18 Grad für 10 Stunden. Selbst Temperharze, die anschließend eine Wärmebehandlung bekommen, sollten bei ordentlichen Temperaturen aushärten, damit die Werkstücke sich beim tempern nicht verformen. |
Materialien:Leichte Rümpfe werden aus einem Carbonfaser/Hartschaum-Sandwich hergestellt. Carbon: Das Kohlegewebe sollte in Köper-Webart hergestellt sein und so hochmodulig, wie eben bezahlbar; das Flächengewicht ist 200g/m2. Wenn irgend möglich sollte es 1.2 m breit liegen. Zum Verschleifen baue ich auf allen Oberflächen eine Lage 80g/m2-Glas ein. Das Kernmaterial ist im Gegensatz zum konventionellen hightech-Hartschaum (Airex, Divinicell mit Raumgewichten um 80kg/m3) einfacher Bauschaum der Art Styrodur oder Styrofoam. Das Raumgewicht liegt bei 30kg/m3 und wird bei der Frizz in 30mm- und 20mm (Airex: 5mm) Stärke verbaut. Es kostet nur einen Bruchteil des dichten Hartschaums. EP:Das von mir verwendete Epoxidharz ist ein Temperharz (55 Grad) mit großer Verbreitung und Luftfahrtzulassung, was sehr gute chemische, physikalische und physiologische Eigenschaften bedeutet. Essentiell ist ein sorgfältiges Abspachteln aller Laminatsoberflächen mit einem Epoxyspachtel. Nur so ergibt sich zusammen mit der mindestens dreifachen Lackierung eine dampfdichte Oberfläche. Die Schaumteile werden mit einem leicht aufschäumenden Einkomponenten- Konstruktionskleber mit kurzer Verarbeitungszeit verbunden (z.B. beko Allcon 10). |
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Schlagschurtechnik:Um längere Geraden wie z.B. die Mittellinie auf der Bodenplatte anzuzeichnen, eignet sich sehr gut die Schlagschnurmethode: am Anfangs- und Endpunkt der Geraden wird je ein Nagel eingeschlagen, um den eine dünne Leine (Drachenschnur) in etwa 10 mm Höhe Zum korrekten Aufriß (Anzeichnen) der Maße auf den Schaum ist höchste Sorgfalt vonnöten. Von einer Grundlinie (Schlagschnurmethode) sind rechte Winkel aufzutragen, auf denen dann die Aufmaße der Kurvenlinien aufzutragen sind. Winkel bitte überprüfen. Die Kurven werden folgendermaßen konstruiert: Als Straklatte dient eine möglichst lange. astfreie Leiste 20 x 20 mm (Kiefer, Buche, Rotzeder o.ä.). Straklatte an Meßpunkte anlegen und auf der vom Meßpunkt abgewandten Seite 50mm- Nägel einschlagen; mit schwerem Stein oder ähnlichem Gewicht an die Nägel heranrücken. Wo dies wegen der Steifigkeit der Leiste nicht gelingt, Nägel genau in Meßpunkte einschlagen, und Latte darum zu biegen. Dabei nicht die Schaumoberfläche beschädigen. Genau kontrollieren, ob alle Meßpunkte gerade noch sichtbar sind. Mit dünnem Filzstift Linie markieren. Auf den Seitenteilen gleich die Linie für die Schmiegen (Abschrägungen) für das Cockpit anzeichnen. |
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Bauplan:Die Bauanleitung ist so gegliedert, wie es sich beim Bau von 4 Schalen als sinnvoll erwiesen hat. Die Aufteilung der Bauabschnitte in Tagwerke geht vom Optimum aus: ganztägig Zeit und genügend Helfer, wo nötig. Wer keinen Urlaub nehmen kann oder will, sollte sich trotzdem genau an die Reihenfolge halten. Der Ablaufplan sollte ausgedruckt werden. Bauziel ist eine Standard-FRIZZ mit fest montiertem Rahmen. Die Änderungen für abnehmbare Rahmenrohre sind am Ende angefügt. |
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Ausschneiden der Schaumteile:Der Schaum läßt sich zwar mit dem Teppichmesser schneiden. Es ist jedoch sehr wichtig, daß die Schnittkanten genau rechtwinklig sind. Deshalb erscheint es geraten, zumindest für die langen Schnitte eine el. Stichsäge mit kontrolliert rechtwinkligen Schnitt zu verwenden. Bei allen Fehlstellen sollte mit Schaumstückchen und Konstruktionskleber repariert werden. Schnitte neben der Linie sofort stoppen, zurückfahren und neu ansetzen. Niemals versuchen, die Kurve zu korrigieren. |
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